Little Inca bringt gesunde babynahrung

27. Januar 2022/in Startup News/von Mathias Jäger

Little Inca bringt gesunde Babynahrung

Eltern aus den Anden wissen es schon lange: Quinoa ist nicht nur ein prima Nahrungsmittel für hippe Großstädter, sondern auch bestens für Babynahrung geeignet. Mit Little Inca gibt es ein Produkt aus der Kategorie der Quetschies, das auch dank Quinoa besonders zuckerarm, proteinreich und gut für die Darmflora ist.

Hierzulande ist Quinoa erst seit ein paar Jahren als Bereicherung für unseren Speiseplan bekannt. Ganz anders in Südamerika. Seit 5.000 Jahren wird die Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse in der Andenregion angebaut und gehört dort zu den Grundnahrungsmitteln. Der Peruaner Erick Vera ist auf einer Quinoafarm aufgewachsen und daher schon in frühester Kindheit in den Genuss der Kulturpflanze gekommen.

Quinoa zeichnet sich durch hohen Proteingehalt aus
Quinoa ist reich an Mineral- und Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren und Vitamin B1. Bemerkenswert ist auch der überdurchschnittlich hohe Proteingehalt, der es für die vegane Ernährung prädestiniert. In diesem Marktsegment ist Quinoa bei uns auch schon recht gut angekommen, bei Babynahrung findet es dagegen bisher kaum Verwendung. Das will das Startup Valley Crops mit seiner Marke Little Inca nun ändern.

Für seinen MBA-Abschluss konnte Erik einen Platz in England ergattern. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit bestand in der Gründung eines Startups, weshalb Valley Crops seit 2018 seinen Hauptsitz in London hat. Die Verbindung nach Peru ist aber untrennbar, denn auch die Mitgründer Gian Carlo Lazo, ein Lebensmittelchemiker, und Gonzalo Perez, Investor und Digitalexperte, stammen von dort.

Seine ersten Schritte machte Little Inca also in Großbritannien und ein Meilenstein war sicherlich die Listung bei Whole Foods in London im Juni 2020. Von Beginn an im Visier war aber auch der deutschsprachige Markt, den Carola Muschke als Country Manager beackert. Hier ist die Babynahrung seit Mai 2021 bei Kaufland und seit Oktober bei Budnikowsky erhältlich, zusammen in mehr als 500 Filialen. Dadurch hat sich Deutschland rasch zum wichtigsten Markt entwickelt.

Was Little Inca von anderen Quetschies unterscheidet
Little Inca gehört in die Kategorie der Quetschies, die nicht den allerbesten Ruf genießen. Praktisch sind die Plastikbeutel auf jeden Fall, leicht zu transportieren und beim Hunger zwischendurch jederzeit griffbereit. Sie enthalten Fruchtmus, was zunächst sehr gesund klingt, aber nicht darüber hinweg täuschen sollte, dass sie meist einen gerade für Kinder zu hohen Zuckergehalt aufweisen.

Der liegt bei Little Inca vergleichsweise niedrig. Um die acht Gramm pro 100 Gramm, das entspricht ungefähr dem Wert bei Muttermilch. Zum einen liegt das an dem Quinoa-Anteil von neun Gramm, zum anderen an der Beifügung von Gemüse. Bei einer der drei momentan erhältlichen Sorten, Happy Orange mit Karotten und Süßkartoffeln, sind die Früchte sogar in der Minderheit. Die Kombination aus Obst, Gemüse und Quinoa macht den Brei besonders gesund.

Ausgesprochen positiv ist der Einfluss auf die Entwicklung der Darmflora. Die ersten drei Jahre des Lebens sind dabei entscheidend und eine ballaststoffreiche Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Daher stellt Little Inca das Thema in den Mittelpunkt seiner Markenkommunikation. Relevant ist das natürlich nicht nur für ganz kleine Menschen, daher plant das Startup Schritt für Schritt auch ältere Zielgruppen zu adressieren.

Nicht nur Babys soll Little Inca schmecken
Schon bald kommen zu den bestehenden drei Sorten drei weitere hinzu, die für Kinder ab einem Jahr geeignet sind. Sie werden unter anderem noch mehr Protein und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Zudem sind Snacks in Planung, über die noch nicht viel bekannt ist, nur eines ist sicher: Sie werden Quinoa enthalten. Der kommt nach wie vor fast ausschließlich aus den Andenländern Peru und Bolivien. Die weiteren Zutaten bezieht Little Inca möglichst aus Europa und produziert wird in Italien.

Ein Unternehmen, dessen Produkte eine Bio-Zertifizierung erhalten haben und sich im Gegensatz zu anderen Quetschies offiziell als Protein- und Ballaststoffquelle bezeichnen dürfen, legt natürlich auch Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung. Nun lässt sich bei einem Frucht-Gemüse-Brei auf Plastik nicht verzichten, doch zumindest kommt die Verpackung jetzt schon ohne Aluminium aus und wird demnächst nur noch aus einem komplett recyclebaren Material bestehen.

Bei den Ansprüchen, die Little Inca an seine Qualität stellt, liegt auch der Preis etwas über dem von ähnlichen Produkten. Für den täglichen Konsum vielleicht zu hoch für Eltern, die sehr aufs Geld achten müssen, allerdings sind frisch bereitete Speisen grundsätzlich sowieso unübertroffen. Little Inca, auch ungekühlt monatelang haltbar, stellt da aber eine gesunde und praktische Ergänzung dar, die Babys auch noch schmeckt.

Bilder: Little Inca/Valley Crops